Reinigung und Hygiene sind spätestens seit dem Ausbruch von Covid-19 von großer Bedeutung. Sie als Vermietende tragen dabei die Verantwortung, dass Ihre Unterkunft sauber ist und den allgemeinen Hygieneansprüchen stand halten kann. Schließlich legen Ihre Gäste einen enormen Wert auf Sauberkeit.

Ordentliche und gereinigte Räumlichkeiten sind der erste Schritt zu zufriedenen Mietenden. Genau deswegen lohnt es sich, Themen rund um die Reinigung Ihrer Räumlichkeiten immer mit Sorgfalt anzugehen. Hier erfahren Sie worauf dabei geachtet werden sollte und in welchen Fällen es sich lohnt, eine Reinigungsfirma zu verpflichten. 

Selbst reinigen vs. Reinigungsfirma beauftragen?

Eine Frage, die nicht pauschal beantwortet werden kann. Vielmehr kommt es darauf an, ob es sich um eine Kurzzeitvermietung im Sinne von wenigen Tagen oder um eine monatelange Vermietung handelt. Ebenso ist es auch davon abhängig, über welche Art von Unterkunft geredet wird. Wie groß diese ist und ob mehrere Gäste dort beherbergt werden. Außerdem spielt auch Ihre verfügbare Zeit als ein wichtiger Faktor mit in die Entscheidung ein. Befinden sich die zu vermietenden Unterkünfte in Ihrer Nähe oder nicht?

Reinigungsfirma

  • vor allem bei größeren Unterkünften mit mehreren Zimmern denkbar
  • spart eigene Zeit
  • professionelle Reinigung

Eigenständige Reinigung

  • ganz besonders bei sehr kurzen Aufenthalten lohnt es sich kaum eine Reinigungsfirma zu beauftragen
  • Sie verfügen über ein flexibles Zeitbudget und haben keinen weiten Weg zur Unterkunft
  • kostengünstig

Variante: Reinigung durch die Mietenden 

Nebstdem gibt es auch die Möglichkeit, die Reinigung der Unterkunft an die Mietenden zu übertragen. Dies bezieht sich selbstverständlich nur auf das jeweilig belegte Zimmer. Es ist dabei ganz abhängig vom Mietvertrag und den darin getroffenen Vereinbarungen, ob die Mietenden die Reinigung selbst durchführen. 

An dieser Stelle kann aber bereits gesagt werden, dass es sich hierbei ebenso um eine sehr nervenaufreibende Variante handeln kann. Definieren Sie deshalb schon im Vorhinein klare Aufgaben für die Mietenden und halten sie den gewünschten Endzustand schriftlich fest. Da einige Gäste sich nicht immer an die Abmachungen halten, spielt die Mietkaution eine wichtige Rolle. Mittels dieser können Sie sich absichern, falls die Gäste bei Verlassen der Unterkunft nicht die vertraglichen Abmachungen erfüllen. Um dies überprüfen zu können, ist eine Endabnahme der Zimmer unerlässlich. Andere Mietende möchten gar nicht erst einen Vertrag eingehen, der ihnen vorschreibt, die Reinigung zu übernehmen. Dann wiederum können Sie beispielsweise eine Art Reinigungspauschale erheben oder diese gleich in Ihren Mietpreis miteinfließen lassen.

Variante: Eigenes Reinigungspersonal

Variante zwei ist das Einstellen eines eigenen Reinigungspersonals. Dies ist meist etwas preiswerter als die Zusammenarbeit mit einer Reinigungsfirma. Zudem haben Sie die Chance, sich tatsächlich für eine bestimmte Person Ihres Vertrauens zu entscheiden. Gleichzeitig steht es Ihnen offen, einen individuellen Preis und ein angepasstes Intervall ganz nach Ihren Bedürfnissen zu vereinbaren.

Reinigung der Gemeinschaftsbereiche

Ganz besonders die regelmäßige Reinigung der Gemeinschaftsräume, wie beispielsweise Gemeinschaftsbad, -küche oder Lobby, darf nicht in den Hintergrund geraten. Die aktuelle Situation hat gezeigt, dass die Übertragung von Krankheitserregern schneller passiert als zunächst gedacht. Ebendeshalb gilt es, die Reinigungszyklen anzupassen und die Desinfektion an häufigen Berührungspunkten in die tägliche Routine mit einzubauen. 

  • Arbeitsoberflächen (in der Küche aber auch Rezeption)
  • Lichtschalter 
  • Tür und Fenstergriffe 
  • Handläufe der Treppen
  • falls vorhanden Lifttüren und Tasten
  • Gerätschaften, die zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehen 
  • Öffentliche WC-Anlagen

Reinigung der Zimmer

Nicht nur die Gemeinschaftsräume, sondern ganz besonders auch die Zimmer sollten sich durch Sauberkeit auszeichnen. Schließlich handelt es sich dabei um das vorübergehende Zuhause der Gäste. Wohlfühlen ist hier also die Devise. In unserem Downloadbereich finden Sie eine passende Checkliste sowohl in deutscher Version als auch englischer Version, um dies gewährleisten zu können. 

Bitte verlieren Sie dabei aber nicht Arbeiten aus dem Auge, die gegebenenfalls eher in größeren Abständen erfolgen. Auch diese tragen unheimlich zur Wohlfühlatmosphäre der Mietenden bei. Deswegen denken Sie bitte auch an:

  • Rollos 
  • Lampen 
  • Fensterrahmen und Fensterbänke 
  • Dekorationen 
  • Deckenventilatoren 
  • Bleche und Roste für den Backofen 
  • Geschirrspülmaschine
  • Kühlschrank und Tiefkühlfach 
  • Steckdosen 
  • Gardinen 
  • Markisen 
  • Heizkörper

Verhaltensmaßnahmen

Ein hygienisch achtsames Miteinander zählt zu den Prinzipien des Alltags. So gehört es auch bei der Vermietung dazu. Vor allem die Herausforderungen durch den Ausbruch einer Pandemie und zahlreichen Grippewellen, sollten zu einem bewussten Umgang mit Hygiene und Sauberkeit führen. 

  • Schulungsmaßnahmen für Mitarbeitende 
  • Ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen
  • ggf. auch Einweghandschuhe und Mund-Nasenschutz 
  • ausreichend Kommunikation über das Hygienekonzept 
  • Aushänge oder E-Mails zur Aufklärung über richtiges Verhalten der Gäste (Abstandsregelungen, und weitere Hygienehinweise)

Wäsche richtig waschen

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Bett- und Frotteewäsche desinfizierend gewaschen wird. Nutzen Sie also stets ein desinfizierendes Waschprogramm. Darüber hinaus steht es Ihnen offen, Hygienespüler zur Wäschedesinfektion zu verwenden. Sowohl bei Bettwäsche, wie auch bei Handtüchern, handelt es sich um Textilien, die jedenfalls bei 60° gewaschen werden dürfen. Hierdurch können Sie das größtmögliche Maß an Hygiene ermöglichen. 

Bitte bedenken Sie ebenso, periodisch die Waschmaschine und den Trockner zu säubern. Die Reinigungs-Intervalle hängen dabei stark von der Nutzungsintensität ab. Sollten Sie tatsächlich einen Trockner haben, möchten wir Ihnen mitgeben, dass nach jeder Benutzung das Flusensieb gereinigt werden sollte. Entfernen Sie hierfür die Flusen einfach mit der Hand und wischen Sie anschließend mit einem leicht feuchten Lappen drüber. Bevor Sie jedoch das Sieb wieder in den Trockner geben, bietet es sich an, nochmal mit einem trockenen Tuch drüber gehen.

Fazit

Wann lohnt es sich eine Reinigungsfirma zu betrauen?

Hier kommt es absolut auf Ihr eigenes Zeitbudget an. Handelt es sich lediglich um eine Unterkunft in Ihrer Nähe, die mit keinem großen Mehraufwand für Sie verbunden ist, so lohnt sich eine Reinigungsfirma wohl kaum. Verfügen Sie aber über mehrere Unterkünfte mit ständig wechselnden Gästen, wird es Ihnen nur schwer möglich sein, hinter allem hinterher zu kommen. Aufgrund dessen würde es sich an dieser Stelle auf jeden Fall lohnen, eine Firma oder ein selbst von Ihnen ausgewähltes Reinigungspersonal zu beschäftigen.

Wägen Sie dabei immer ab, ob die Kosten der professionellen Reinigung auch in einem realen Verhältnis zu Ihren Einnahmen stehen. Abgesehen davon haben Sie die Möglichkeit, in Ihren Mietverträgen festzuhalten, dass die Mietenden selbst für die Endreinigung verantwortlich sind. Aber Achtung, nicht alle potentiellen Gäste sind an einer solchen Regelung interessiert. Meist steht die unkomplizierte An- und Abreise im Fokus der Buchung. Unser Tipp ist es, selbst ein vertrauenswürdiges Reinigungspersonal zu suchen und mit diesem eng zusammenzuarbeiten.

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