Monteurzimmer – Der richtige Service
Unterschiede zu anderen Vermietungsformen
Bei der Vermietung Ihrer Monteurzimmer gibt es einige Ablaufunterschiede zu Hotels, Pensionen, Campingplätzen und Ferienwohnungen. Die Kernfrage, die sie beim Lesen dieses Textes im Hinterkopf behalten sollten lautet: Ist dies nützlich für die Vermietung meiner Monteurzimmer?
Das Hotel
Bei den Bewertungen der
Hotels durch Fachverbände ist es bspw. ab einer bestimmten Kategorisierung notwendig, die Rezeption 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zu besetzen. Es ist eine Komfortkategorisierung, die den Gästen Annehmlichkeiten verschaffen soll. Ist diese Regelung für die
Vermietung Ihrer Monteurzimmer relevant?
Die Pension
Bei einer
Pension besteht häufig ein Frühstücksangebot für die Gäste. Hierfür herrscht keine allgemeingültige Regel vor und der Gast kann das Pech am Morgen als einen kleinen Frühstücksteller empfinden, da das Frühstück ein französisches ist. Oder er findet das Frühstücksglück in Form und Dauer eines reichhaltigen Buffets von 07:00 Uhr bis 11:30 Uhr vor, und genießt die Vielfalt der frisch gepressten Säfte ausgiebig. Ist dieses Frühstücksangebot für Ihre
Monteurzimmer angebracht?
Der Campingplatz
Viele
Campingplätze haben eine strenge Gebührenordnung, die keiner einheitlichen Regelung unterliegt. Auf dem einen Campingplatz kostet der Hund ebensoviel wie Kinder bis 14 Jahre. Wohnanhänger ab einer Länge von 7,50m kosten pro Tag 12,00€ extra und die Duschmünzen können an der Rezeption täglich von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr erworben werden. Ist eine strenge Gebührenordnung eine Hilfe für die
Monteure oder für Sie bei der Vermietung Ihrer Monteurzimmer?
Die Jugendherberge
Die
Jugendherberge wird häufig als eine Sonderform der Vermietung angesehen, da die Namensbezeichnung „Jugend“ als Einschränkung verstanden wird. Dies ist hauptsächlich auf die sehr weit in der Vergangenheit liegenden Erfahrungen zurückzuführen, die sich hauptsächlich auf Klassenfahrten beschränken. Eine ähnliche Vermietungsform, die zum größten Teil in Städten anzutreffen ist, sind die
Hostels. Die ausschließliche Nutzung der Jugendherbergen von Jugendlichen in Gruppen gehört der Vergangenheit an. Heutzutage können auch Einzelreisende jeglichen Alters in Jugendherbergen übernachten.
Der Komfort in einem Mehrbettzimmer mit fremden Bettnachbarn ist gering, kann aber je nach Jugendherberge und dessen Angebot bis zum gehobenen Mittelklassehotel erweitert werden. Erhöht ein breites Komfortangebot die Attraktivität Ihrer Monteurzimmer?
Die Ferienwohnung
Vermieter von
Ferienwohnungen versuchen durch individuelle Besonderheiten die Attraktivität Ihrer Unterkünfte für Touristen zu verbessern. Hiermit werden vor allem Familien angesprochen. Häufig bieten sie in Zusammenarbeit mit den örtlichen Anbietern der Freizeitgestaltung Vergünstigungen für ihre Gäste an. Dies kann von der Auslage aktueller Werbeflyer in jeder Ferienwohnung, über Sondervergünstigungen bei der Buchung über den Vermieter bis hin zu Einzelveranstaltungen, die exklusiv für die Gäste eines einzigen Vermieters angeboten werden, reichen. Ist es sinnvoll, dass Sie Angebote für die
Freizeitgestaltung der Monteure machen?
Diese und viele weitere Unterschiede haben Auswirkungen auf den internen Ablauf bei der Vermietung. Wie kann es Ihnen nun gelingen, Ihre internen Abläufe effektiv und gewinnbringend zu gestalten? Davon handeln die nächsten Abschnitte.
Die Notwendigkeit von Service
Der Service, den Sie anbieten, ist sehr wichtig. Ihr Service ist es bereits, neben der einen Möglichkeit Sie kontaktieren zu können, bspw. per Telefon, eine weitere Kontaktmöglichkeit anzubieten, bspw. per Mail. Leider sind mehrere Kontaktmöglichkeiten bereits ein fast schon selbstverständlicher Service geworden, den viele
Vermieter von Monteurzimmern anbieten. Dennoch ist Ihr Service wichtig und verdient somit Ihre regelmäßige Aufmerksamkeit. Service ist die eine Komponente des empfundenen Preis-Leistungsverhältnisses Ihrer Gäste. Sie zählt zu den Leistungen, die Sie gegenüber Ihren Gästen erbringen und anhand derer Sie und Ihr Unternehmen bewertet werden. Es wäre toll, wenn Sie sich etwas Neues und Sinnvolles für Ihren Service einfallen lassen. Aber etwas Neues oder Kreatives entstehen zu lassen, erfordert viel Energie oder einen genialen Gedankenblitz. Da gute Gedankenblitze mit einer gefühlten Regelmäßigkeit von fünf Jahren auftauchen, sind eigene gute Ideen etwas Besonderes. Und etwas Seltenes. Probieren Sie daher etwas anderes zusätzlich, indem Sie sich andere Unternehmen, die
Monteurzimmer vermieten, ansehen. Oder sehen Sie sich auch branchenverwandte Bereiche an und überprüfen Sie deren Serviceideen auf die Tauglichkeit für Ihre Vermietung. Schauen Sie sich
die Hotels, die Pensionen, die Campingplätze, die Jugendherbergen und die Ferienwohnungen Ihrer Region an und schauen Sie sich bei denen etwas Sinnvolles ab. Ihr Service ist also für Sie und Ihr Unternehmen etwas Überlebenswichtiges.
Was lässt meine Monteurzimmer zum Erfolg werden?
Das wäre eine tolle Sache: Hier steht in einem oder maximal zwei Sätzen geschrieben, wie Sie das Gute vom Schlechten für
Ihre Monteurzimmer unterscheiden können. Und dies trifft für alle Interessierten gleichermaßen zu, die dies hier lesen. Leider ist dem selbstverständlich nicht so. Es existiert eine Unmenge von Faktoren, die das Gute vom Schlechten unterscheiden. Ebenso wird der eine Faktor, der bei einem Unternehmen alleine den Erfolg sicherstellt, ein anderes Unternehmen sicher in die Insolvenz stürzen. Es gibt also weder den einen allgemeingültigen Satz der Wahrheit, noch herrscht das totale Chaos. Ein guter Service besteht aus zwei wichtigen Komponenten, die es zu berücksichtigen gilt. Zum Einen ist dies der Kunde. Die andere Komponente sind Sie als Vermieterin oder Vermieter. Allgemein wird angenommen es sei schwierig die
Wünsche Ihrer Gäste herauszubekommen und es wird Ihnen eine Vielzahl von Methoden angeboten, dies heraus zu bekommen. Sie haben die Möglichkeit vorgefertigte Fragebögen im Internet herunterzuladen. Oder Sie können sich einen Unternehmensberater nach Hause holen, der exakt weiß wie vorzugehen ist. Das alles kostet Geld. Mal mehr. Mal weniger. Und das Ergebnis ist fraglich. Die günstigste und beste Möglichkeit herauszubekommen, was Ihre Gäste haben und vermeiden möchten, ist die Kommunikation. Sprechen Sie mit Ihren Gästen. Lassen Sie es keinen anderen tun. Machen Sie es selber. Kommunikation bedeutet nicht hinter dem Rezeptionstresen zu sitzen und andere Menschen auszufragen. Sondern
kommen Sie mit Ihren Gästen ins Gespräch. Bei passender Gelegenheit und ohne Hintergedanken wie bspw. „Jetzt will ich doch mal herausbekommen, ob …“. Sicherlich entstehen auch hierbei manchmal unangenehme Situationen. Es ist wie beim Smalltalk. Manchmal ist er notwendig, und dann klappt er manchmal und manchmal nicht. Aber Sie vermieten sicherlich keine
Monteurzimmer, weil Sie menschenscheu sind, oder? Probieren Sie es aus, es wird funktionieren.
Die Servicekomponente „Die Vermieterin“ - „Der Vermieter“
Haben Sie herausgefunden, was Ihre Gäste mögen, gibt es Grund zur Freude. Sie haben das Etappenziel erreicht. Spätestens jetzt, gerne auch schon vorher, sollten sie schauen, was Sie zur Verbesserung des Service beitragen können und wollen. Was hilft Ihnen ein Service, der Ihre Gäste schwärmen lässt, Sie davon aber einen Burnout bekommen oder eine finanzielle Krise? Und was hilft Ihnen ein Service, der nur einen minimalen Aufwand für Sie bedeutet, von dem sich Ihre Gäste aber nicht angesprochen oder gar abgeschreckt fühlen? Ein offensichtliches Beispiel sind durch Sie vermittelte Angebote käuflicher Liebe. Wenn Sie diesen Service anbieten, wird es sicherlich Menschen abschrecken, die die
Monteurzimmer für Dritte bei Ihnen buchen wollten. Und es wird auch diejenigen abschrecken, die für sich selbst buchen wollten, da sie diese Art von Freizeitgestaltung ablehnen oder in Erklärungsschwierigkeiten gegenüber Ihrer Frau kämen. Hierbei ist ein erster Schritt herauszubekommen, wo die Grenzen liegen. Und diese Grenzen lassen sich wieder unterteilen in Ihre persönlichen und die Finanziellen. Die finanziellen Grenzen lassen sich hierbei schnell entdecken. Vermeiden Sie das reine Befragen Ihrer Gäste und unterhalten Sie sich eher mit Ihnen über
Ihre neue Service-Idee. Wie reagieren Ihre Gäste auf Ihre Gedanken? Wären sie evtl. bereit für den neuen Service etwas mehr zu bezahlen? Stellen Sie zudem eine einfache Rechnung auf: Die Kosten des neuen Service muss durch die Inanspruchnahme der Gäste gedeckt werden und außerdem muss dieser Service einen
zusätzlich Gewinn erbringen. Nur dann lohnt es sich Ihre Service-Idee umzusetzen. Es ist Ihnen möglich Ihre persönlichen Grenzen von Service auszuloten. Dies sollte durch Selbstbeobachtung, sowie durch einen Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung gelingen. Beginnen Sie damit sich selbst zu beobachten. Wie verhalten Sie sich am Morgen? Sind Sie ein Frühaufsteher, der sich am Abend mit dem Gedanken „Hoffentlich klingelt bald der Wecker damit ich dann dieses oder jenes erledigen kann“, schlafen legt? Oder sind Sie ein Nachtmensch der die kreativsten Dinge spät in der Nacht erledigt und den Morgen nach dem Ausschlafen mit einer Tasse schwarzem Kaffee und einer Zigarette, dem sogenannten Künstlerfrühstück, alleine und schweigend beginnt? Weder das Eine noch das andere ist gut oder schlecht. Es hat bloß ungemeine Auswirkungen auf den Frühstückservice, den Sie evtl. anbieten möchten. Nun ist es sicher schwer ausschließlich die Dinge anzubieten, die Ihnen Freude bereiten. Schauen Sie wie weit Sie sich dauerhaft an einige Unannehmlichkeiten anpassen können. Wie viel Kraft kostet Sie der jährliche „Tag der offenen Tür“? Wie viel Kraft kostet Sie der Wäscheservice den Sie dreimal wöchentlich anbieten? Wenn Sie einen solchen Service, der Sie viel Kraft kostet und den Sie gerne beibehalten möchten, gefunden haben, sollten Sie folgendes tun. Erkundigen Sie sich, ob es Menschen gibt, die diese Aufgabe gerne für Sie übernehmen würden. Ein vielfach zutreffendes Beispiel ist die
Reinigung Ihrer Unterkünfte. Viele Vermieterinnen und Vermieter kaufen diese Leistung bei anderen Menschen ein und nutzen die dazugewonnen Zeit für andere Dinge, die sie besser beherrschen. Tun Sie es ebenfalls, vergessen Sie aber bitte darüber hinaus nicht, das das Delegieren von Arbeit immer ein Kontrollieren nach sich zieht. Sie müssen schauen, ob Ihre Arbeit so erledigt wurde, wie Sie es sich wünschen, denn wenn die Arbeit in Ihrem Sinne nicht korrekt ausgeführt wurde, wird es Ihnen schwer fallen, sich im Beschwerdegespräch mit Ihren Gästen eindeutig zu verhalten. Und machen Sie die Arbeit in unregelmäßigen Abständen wieder einmal selbst. Damit Sie wissen wovon Sie sprechen. Für eine Fremdbeobachtung holen Sie sich zusätzliche Meinungen von Freunden und Bekannten ein. Die kann von ganz Allgemein „Wie findest Du meine
Vermietung von Monteurzimmer?“ bis ganz konkret „Wie viel Geld würdest Du für einen Wäscheservice ausgeben?“ reichen. Und verdeutlichen Sie Ihrem gegenüber, das Sie besonderen Wert auf Kritik legen. Auf offene und ehrliche Kritik. Schmeicheleien fühlen sich gut an und viel Honig am Bart sieht attraktiv aus, bringt sich aber unternehmerisch nicht voran. Nur an der Auseinandersetzung mit Kritik werden Sie wachsen. Und das Positive ganz zum Schluss: Machen Sie sich keine Gedanken, ob der neue Service zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Er wird es. Denn es Ihre Art des Service. Und es gibt für den Moment keinen Besseren. Solange bis Sie Ihren eigenen Service wieder etwas verbessert haben. Und andere Vermieter zu Ihnen kommen und sich heimlich oder offensichtlich etwas bei Ihnen abschauen.
Viel Spaß bei der Verbesserung Ihres Service.