Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Deutschland bereits über 300.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Vor allem in den letzten Tagen und Wochen sind die Fallzahlen der Corona-Neuinfektionen beträchtlich angestiegen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Regelungen auf bundesebene (Maskenpflicht) und auf Länderebene. Die einzelnen Bundesländer haben Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aufgestellt und zudem verschärfte innerdeutsche Reisewarnungen ausgesprochen. Aktuell ist ein bundesweites Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten geplant. Jedoch gibt es unter den Ländern noch keine einheitliche Lösung. Fest steht jedoch, dass berufliche Reisen weiterhin innerdeutsch möglich sind!

Was ist ein Risikogebiet?

Wer im Inland Urlaub machen möchte, sollte vorab genau überprüfen, welche Regelungen im jeweiligen Bundesland gelten. Einige Orte Deutschlands wurden bereits als Risikogebiet eingestuft. Laut Definition ist es ein Risikogebiet, wenn die Zahl der Neuinfizierten den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner an 7 Tagen hintereinander überschreitet.
Weiterhin gelten die Abstands- und Hygieneregeln unter Einhaltung der allgemeinen Formel “AHA”:
1,5 m Abstand halten, Hygiene und Tragen von Alltagsmasken.

Welche Orte in Deutschland werden als Risikogebiet eingestuft?

Aufgrund des exponentiellen Wachstums der Neuinfektionen, entstehen täglich neue Hotspots in Deutschland. Eine aktuelle und detaillierte Auflistung aller Risikogebiete finden Sie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts.

  • Hamm (Nordrhein-Westfalen): 55,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Remscheid (Nordrhein-Westfalen): 59,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Berlin: 61,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Vechta (Niedersachsen): 52,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Bremen: 79,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Esslingen (Baden-Württemberg): 52,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Hagen (Nordrhein-Westfalen): 72,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Wuppertal (Nordrhein-Westfalen): 60,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Offenbach (Hessen): 68,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Frankfurt am Main (Hessen): 65,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Emsland und Wesermarsch (Niedersachsen): 55,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Unna (Nordrhein-Westfalen): 58,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Delmenhorst (Niedersachsen): 64,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Herne (Nordrhein-Westfalen): 56,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Köln (Nordrhein-Westfalen): 69,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Stuttgart (Baden-Württemberg): 55,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • München (Bayern): 50,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Duisburg (Nordrhein-Westfalen): 50,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Rosenheim (Bayern): 67,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Mainz (Rheinland-Pfalz): 56,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Essen (Nordrhein-Westfalen): 61,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): 58,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Leverkursen (Nordrhein-Westfalen): 62,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
  • Hamburg: 50,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Welche Auswirkungen hat das Beherbergungsverbot bei der Vermietung?

Zukünftig verlangen mehrere Bundesländer von Urlaubern aus innerdeutschen Risikogebieten negative Coronatests. Wer demzufolge aus einem Corona-Risikogebiet kommt, dürfe nur dann in einem anderen Bundesland beherbergt werden, sofern ein negativer Corona-Test vorliegt. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Aktuell ist ein bundesweites Beherbergungsverbot geplant. Jedoch wollen sich nicht alle Länder daran beteiligen. Berlin, Bremen und Thüringen möchten von solch einem Verbot Abstand nehmen und legten eigene Protokollerklärungen vor. Ebenso wie Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Das Beherbergungsverbot beziehe sich aber lediglich auf touristische Reisen. Berufliche Reisen sind innerdeutsch weiterhin möglich. Alle Informationen zu den Corona-Regeln der einzelnen Bundesländer finden Sie auf der Webseite derBundesregierung.

Besteht eine Meldepflicht bei der Beherbergung?

Mit Änderung des Bundesmeldegesetzes am 1. November 2015 wurde die Meldepflicht in Beherbergungsstätten vereinfacht. Wer in der Bundesrepublik lebt und gemeldet ist, muss sich bei einem Aufenthalt über 6 Monate bei der Meldebehörde melden. Für Gäste aus dem Ausland gilt bei einer Dauer von 3 Monaten. Somit sind alle Betreiber von Herbergen dazu verpflichtet dem Mieter eine Wohnungsgeberbestätigung auszustellen.

Welche Informationen gehören auf den Meldeschein?

  • An- und Abreisedatum
  • Vollständiger Name (Vor- und Zuname)
  • Geburtsdatum und ggf. Geburtsort
  • Staatsangehörigkeit
  • behördlich registrierte Anschrift

Zudem empfehlen wir Ihnen sich unsere Vorlage auszudrucken, um die persönlichen Daten des Mieters zu erfassen. Passen Sie gegebenenfalls auch Ihre Mietverträge im Hinblick auf Ihre aktuellen Vermietungskonditionen an, damit es zu keinen Problemen durch vorzeitige Abreise o.ä. kommt.

Angaben zum Mieter

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